Lernen vs. Motivation

Hach, dieser Titel gefällt mir. Denn es ist wirklich wie ein Boxkampf: Die Pflicht zu lernen kämpft gegen die Motivation, die sich gerade leidenschaftlich aus dem Schlagbereich der Pflicht flüchtet. Wer den Kampf wohl gewinnt?
Ich muss sagen, diese Woche habe ich meine Pflichten eigentlich recht gut erfüllt. Gestern habe ich meine letzte Französischklausur vor dem Abitur geschrieben. Und wieder habe ich gemerkt, dass Lehrer einfach wahnsinnig durchschaubar sind: Es kam genau die Textstelle samt der Aufgabenstellung dran, welche ich zuvor vermutet habe. Hoffentlich wird das ein gutes Ergebnis, das wäre so schön. Dann könnte ich in Französisch eventuell das gleiche behaupten wie in Englisch: Von 10 Punkten durchschnittlich auf 13 Punkte in der letzten Klausur. Das war so schön, ein solches Ergebnis in Englisch hatte ich glaube ich seit der 8. Klasse nicht mehr. Wenn meine Abiturklausur genauso gut läuft, was ich vermute, da ich in Englisch wirklich gut vorbereitet bin, dann muss ich mir wirklich keine Sorgen machen. Auch die Vorabiturklausur in Deutsch ist gut ausgefallen, 12 Punkte, und ich weiß, was ich falsch gemacht habe. Also schaue ich dem Montag und Mittwoch in zwei Wochen relativ entspannt entgegen.
Leider gibt es da aber auch noch das böse Fach Mathematik. Ich habe die letzten zwei Wochen beschlossen, dass ich mich selbst mit 40°C Fieber zum Matheabitur schleppen würde, weil die Nachterminaufgaben einfach nur hässlich und ungewohnt schwer sind. Donnerstag schreibe ich meine letzte Klausur in diesem Fach, Freitag gibt es dann die letzten Informationen zum Abitur, ja, und dann ist es nur noch die freiwillige Woche bis zum Abitur.
Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell. Effektiv habe ich wohl nur noch fünf Wochen Unterricht. Bald ist es also soweit, bald heißt es nicht mehr „Ich bin Schülerin“, nein, dann wandelt sich das in ein „ich bin Abiturientin“. 13 Jahre lang habe ich für dieses Ziel gekämpft, und irgendwie empfinde ich schon einen kleines Trauergefühl, wenn ich daran denke, dass es bald zu Ende sein soll. Gleichzeitig bedeutet dieses Ende auch einen neuen Anfang – einen neuen Anfang mit Thomas, in einer neuen Umgebung, mit einer neuen Herausforderung. Und darauf freue ich mich jetzt schon so sehr.
Für die nächsten zwei Wochen werde ich mich wohl erst einmal zurückziehen, da ich mir jetzt einen Lernplan erstelle und effektiv für mein Abitur lerne. Zwar habe ich die letzten Wochen schon vieles gelernt und das Ganze stellt nur noch Wiederholung dar – aber auch das muss sein.
Deshalb: Wünscht mir Glück, drückt mir die Daumen – man sieht sich am 22.03.2012 nach meiner letzten Abiturklausur!

Bis die Tage,

Jess

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