Veni, vidi, vici!

Ich kam, sah und siegte. Mein absoluter Lieblingsspruch zur Zeit!

Warum?

Am 01.10.2012 habe ich ja meine schriftliche Lateinprüfung abgelegt. Diese wurde mit einer Note von 4.0 bewertet, was für meine Verhältnisse ja wirklich schlecht ist, aber 4.0 heißt bestanden und so konnte ich mich frohen Mutes auf meine mündliche Prüfung am 15.10.2012 vorbereiten, da ich da auch nur eine 4.0 reden musste, um mein Latinum zu bestehen. In der mündlichen Prüfung am Montag habe ich dann doch gezeigt, dass ich etwas Latein kann, da ich mit einer 2.0 aus der Prüfung ging und somit mein Latinum mit einer 3.0 erworben habe. Yeah!

Seit Montag bin ich einem totalen Glücks-Flash, weil die ganze Last von mir abgefallen ist. Das Lernen, die Uni, das Arbeiten.. es war doch ziemlich viel auf einmal und ich bin froh, dass das jetzt vorbei ist und ich mich ganz auf mein Studium konzentrieren kann. Da ich letzte Woche bei einer Einführungsveranstaltung für das Fach Geschichte war, habe ich mitbekommen, wie stressig das Studentenleben für diejenigen wird, die das Latinum noch nachholen müssen und ich muss sagen, sie tun mir wirklich leid. Ich hingegen habe ein wundervolles Leben! :D Mein Stundenplan ist leer, Dienstags und Mittwochs habe ich Vormittags Vorlesungen beziehungsweise mein Proseminar, Donnerstags bis um 15.45 Uhr Vorlesungen und Freitags auch nur bis 14.45 Uhr. Montags habe ich komplett frei. Zwar kommt jetzt noch ein Tutorium für Deutsch hinzu, aber es ist meiner Meinung nach wirklich ein entspanntes Leben – vor allem, wenn ich es mit meinem Leben in der Oberstufe vergleiche. Das ist eigentlich kein Vergleich!

Obwohl ich einerseits richtig glücklich bin, weil mir das Studentenleben so gefällt, beschäftigt mich momentan dennoch vieles. Das Gefühl, mein Kopf würde gleich zerspringen, sucht mich immer öfter auf und trotzdem habe ich eigentlich gar keine Lust, mich mit dem auseinanderzusetzen, was mir zur Zeit Kopfzerbrechen bereitet. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich seit meiner Lateinprüfung noch nicht richtig zur Ruhe gekommen bin oder ob mein Unterbewusstsein gerade jetzt meint, mich mit alten Kamellen nerven zu müssen, aber dieser ganze Zustand raubt doch einiges an Kraft und Motivation, sodass ich am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen würde. Aber leider geht das ja nicht. Und eigentlich will ich das nicht. Verdammt! Wie kann ein Mensch gleichzeitig so viel Freude und so viel – entschuldigt den Ausdruck, aber er ist einfach treffend – Scheiße in sich tragen? Ich versteh’s nicht.

Vielleicht schaffe ich es, in den nächsten Tagen meine Gedanken etwas zu ordnen und nach und nach aufzuschreiben, was mich so wurmt. Ich hoffe es zumindest, weil das alles von Tag zu Tag unerträglicher wird.

Bis die Tage.

Jess