80 Days – Die Farbe der Lust

Momentan bin ich doch recht lesefreudig und es erstaunt mich, dass ich dieses Buch innerhalb von 27 Stunden durchgelesen habe.

Darf ich vorstellen? 80 Days – Die Farbe der Lust.
Wie man auf dem Buchcover erkennen kann, wird dieses Buch allen empfohlen, die schon Shades of Grey mochten. Von Mögen kann bei mir ja keine Rede sein, allerdings habe ich in den zwei Wochen, in welchen ich damit zu kämpfen hatte, ob ich mir Shades of Grey kaufe oder nicht, auch mal in dieses Buch hineingeschnuppert. Und wie schon bei Shades of Grey bin ich einfach nicht begeistert davon.
Im Mittelpunkt steht Summer, eine junge Geigerin, die mit voller Leidenschaft für die Musik lebt. Natürlich ist das Hauptthema wie bei Shades of Grey auch der Sex bzw. die BDSM-Szene, wobei ich sagen muss, dass es dem Autorenduo Vina Jackson doch besser gelungen ist als E.L. James, das Gefühl dieser Szene zu vermitteln. Auch was den Schreibstil betrifft sagt sie mir schon etwas mehr zu, da alles in meinen Augen detailierter beschrieben wird.

Was jedoch zu bemängeln ist, ist der ständige Sprung der einzelnen Blickwinkel – mal wird aus der Sicht von Summer erzählt, in Ich-Form und in einer Mischung aus Präsens und Vergangenheit, mal aus der Sicht von Dominik, der männlichen Hauptperson, wobei da auf die Er-Perspektive und Vergangenheit zurückgegriffen wird. Das war anfangs schon sehr verwirrend, bis ich dann etwa beim vierten Kapitel festgestellt habe, dass die Sicht – Gott sei Dank! – nur von Kapitel zu Kapitel wechselt.

Leider wirkt die Story auch nicht wirklich ansprechend und reizvoll auf mich, es war wirklich ermüdend, das Buch zu lesen. Vielleicht liegt es daran, dass ich kein Fan von klassischer Musik und Musikern bin, aber die ganze Geschichte kommt mir doch recht komisch vor. Zudem lag das Augenmerk eindeutig auf den erotischen Szenen und nicht auf der Entwicklung der Beziehung zwischen Summer und Dominik. Ab und zu wurde es von der Story her auch verwirrend, als ob ein für das Verständnis wichtiges Element ausgelassen wurde. Für diejenigen, die einen kleinen Einblick in die Story erhalten möchten, hier der Klappentext:

Frustriert von einer unbefriedigenden Beziehung findet die leidenschaftliche Violinistin Summer Erfüllung in der Musik. Sie spielt nachmittags in der Londoner U-Bahn auf ihrer ramponierten Violine Vivaldi. Als ihre Geige sich nicht mehr reparieren lässt, bekommt sie von Dominik, einem Uniprofessor mit ausschweifenden Fantasien, ein erstaunliches Angebot: Er möchte ihr eine wertvolle Violine schenken, wenn sie ihm ein privates Konzert gibt. Also spielt sie für ihn in der Krypta einer Kirche – doch muss sie dabei nackt sein, während Dominik den anderen Musikern die Augen verbunden hat. Summer spürt, wie sehr Dominik sie anzieht und in ihr bisher unbekannte Saiten zum Schwingen bringt: Sie beginnt eine intensive erotische Liaison mit ihm, in der sie ihre lange verleugnete dunkle Seite ausleben kann. Doch hat eine alles verschlingende Beziehung ohne Tabus Bestand?

80 Days – Die Farbe der Lust ist der erste Teil einer Trilogie. Allerdings weiß ich nicht, ob ich mir die beiden anderen Teile antun werde. Falls ja, werde ich natürlich darüber berichten, aber momentan steht mir eher wieder der Sinn nach etwas tiefgründigerer Literatur.

Bis die Tage!

Jess

 

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