Rastlos

Eigentlich müsste ich wahnsinnig müde sein. Eigentlich. Aber was bringt es einem, wenn der Körper müde, der Kopf gleichzeitig aber hellwach ist?

Heute war der erste Tag meines Orientierungspraktikums. Wir wurden einzelnen Klassen zugewiesen, um den Schulalltag aus der Sicht eines Schülers zu erleben. So sinnfreien Unterricht habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Ich weiß ja nicht, was für Leute sonst ihr Praktikum an der Schule machen, aber bei mir ist es noch nicht allzu lange her, sodass ich noch relativ gut weiß, wie ätzend, langatmig und anstrengend ein Schultag für Schüler sein kann. Und es hat mich etwas enttäuscht, dass ich heute weder Deutsch noch Geschichte hatte. Ich liebe zwar die Anforderungen, die der Unialltag an mich stellt, aber ich habe auch nichts gegen den Schulstoff, schließlich habe ich auch diesen geliebt. Naja, mal schauen, wie es die nächsten Tage wird, ab Mittwoch sollen wir hauptsächlich in unsere Studienfächer in die Klassen gehen, also warte ich einfach ab und freue mich auf Mittwoch.

Ach, und an dieser Stelle muss ich erwähnen: Pforzheim ist einfach nur scheiße! Ich habe schon wieder einen Strafzettel erhalten, weil es einfach keine Parkmöglichkeiten ohne Parkschein in der NÄHE EINER SCHULE gibt! Selbst Lehrer müssen vier Euro pro Tag im Parkhaus zahlen, das nenne ich definitiv Abzocke.
Morgen früh bringt mich Thomas erst einmal zur Schule und ich fahre am Nachmittag mit dem Bus wieder nach Hause. Also muss ich mir zumindest morgen keine Gedanken über eine Parkmöglichkeit oder anfallende Parkgebühren machen.

Den Nachmittag habe ich damit verbracht, mich um die Organisation des zweiten Semesters zu kümmern. Schließlich muss ich auch dafür meinen Stundenplan selbst erstellen und darauf hoffen, dass ich auch wirklich in alle Vorlesungen reinkomme, die ich nun im Stundenplan stehen habe. Wenn wirklich alles so klappen sollte, wie ich es mir vorstelle, hätte ich montags und freitags frei – dafür dann aber drei Hardcoretage. Aber naja, was soll’s – Arbeit tut gut! Und vor der werde ich mich die nächsten Monate wohl nicht mehr retten können. Allerdings denke ich auch, dass gerade die Fixierung auf das Wesentliche das ist, was mir die letzten Wochen gefehlt hat. So anstrengend alles erscheinen mag, ich bin wieder bereit, jede Hürde zu meistern, so groß sie auch sein mag.

Die alte Jess kehrt langsam aber sicher wieder zurück.. wurde ja auch Zeit!

Bis die Tage,

Jess

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