Der alltägliche Wahnsinn

Donnerstagmorgen, 6.00 Uhr. Der Wecker klingelt zum ersten Mal. Ich überlege, aufzustehen, in Ruhe zu frühstücken, einen Kaffee zu trinken, ein bisschen den Nachrichten im Fernseher zu lauschen. Nein, zehn Minuten noch. Schlummerfunktion beim Handy eingestellt, Äuglein wieder zugemacht. Schlummerfunktion einmal klingeln lassen, dann ausgemacht – es ist einfach viel zu früh. 6.30 Uhr. Der Wecker klingelt zum zweiten Mal. Höchste Zeit, aufzustehen.

6.35 Uhr. Aufgestanden, ins Bad gewackelt. Zähne geputzt, Gesicht geschrubbt. Fernseher an, Cornflakes in den Teller, etwas Milch drüber. Ein ausgewogenes, reichhaltiges Frühstück? Von wegen. Viel zu müde dafür. Cornflakes gefuttert, zwei Minuten auf der Couch gedöst, aufgestanden, ins Bad gewackelt. Schminken, Haare machen, Deo und Parfüm nicht vergessen. Anziehen, Taschen schnappen, auf zum Auto. Die Uni wartet. Und die Straßen, voll von Autos, voll von LKWs, voll von Ampeln.

FotoDonnerstagsmorgens zur Uni zu fahren kann echt anstrengend sein. Nach 50 Minuten und eintönigem Fahren habe ich angefangen, fröhlich zu „Hangover“ mitzusingen, damit ich wach bleibe und nicht vor lauter Eintönigkeit einschlafe. Dazu noch die Sonne, die um mein Näschen tanzt, mich zu sich lockt und meint „Leg dich doch in einen Sonnenstuhl auf deinem Balkon. Wozu willst du denn in die Uni? Hier draußen, hier bei mir, ist es viel schöner! Genieße das Wetter!“.

Gemeine Sonne.

Erste Vorlesung überlebt, drei fehlen noch.

 

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