Sport ist Mord?!

DSC_6441 copyMittlerweile ist schon die dritte Woche vorbei, seit ich einen ganz unerwarteten Entschluss gefasst habe: Schluss mit Sport ist Mord!

Da ich zu Beginn des Jahres in eine Art Antriebslosigkeit und absolute Unlust verfiel, weil mir mein gewohnter Tagesablauf in der Schule fehlte und das ständige Nachhilfe-Geben nur noch gemacht wurde, um irgendwie Geld in die leere Kasse zu bringen und mich generell der Alltag nervte, habe ich mich spontan entschlossen, Gymondo auszuprobieren.

Seit Beginn des Jahres laufen im Fernseher ja einige Werbespots, die diverse Sportprogramme anbieten. Allerdings kann ich an dieser Stelle ganz klar (und ganz stolz :D ) sagen, dass ich mich nicht von diesem Neujahrswahn beeinflussen lassen habe, sondern schon längere Zeit mit dem Gedanken gespielt habe, Gymondo auszuprobieren.

Viele fragen sich wahrscheinlich, weshalb ich mich nicht in einem der örtlichen Fitnessstudios verirrt habe, das wäre ja schließlich das Naheliegendste. Und es hat nicht nur den Effekt, dass man sich um seine Fitness kümmert, nein, man kann da ja schließlich auch neue soziale Kontakte knüpfen und dem ein oder anderen Leidensgenossen über den Weg laufen.
Für mich wäre das ehrlich gesagt gar nichts. Vor allem gemeinsame Workouts sind meine persönliche Horrorvorstellung, denn ich bin was die gemeinsame Koordination von Armen und Beinen angeht eine völlige Niete. Ich habe es schon im Sportunterricht während meiner Schulzeit gehasst, wenn Tanzen auf dem Programm stand, weil ich im Gegensatz zu meinen Mitschülern teilweise länger brauchte, um mir Schritte zu merken und die genaue Ausführung davon zu beachten. Und auch wenn es wahrscheinlich gar nicht so ist, aber ich selbst habe einfach das Gefühl, dass es jedem, aber absolut JEDEM auffällt, wenn ich mich wie ein Volldepp anstelle und die Schritte nicht gleich drauf habe.

Also – alleine kämpfen. Zu Hause, vor dem Fernseher, mit Amy und Mia um mich herum, die total doof gucken, weil die Mama auf einmal komische Übungen im Wohnzimmer macht. Aber irgendwie war ihre Anwesenheit doch eine moralische Unterstützung.

Zu Beginn war ich für eine kostenlose Probewoche angemeldet. Die Seite ist einfach aufgebaut, man hat das eigene Training (was man übrigens frei auswählen kann – es gibt unterschiedliche Programme), die Möglichkeit, seine Ernährung mit einem Plan zusätzlich zum Training umzustellen, alle Workouts und das persönliche Fitnessprofil als Menüpunkte, und alles in einem schlichten Design verpackt. Allein das war schon ein riesen Pluspunkt – kein unnötiger Schnickschnack! \o/

Nachdem ich mich für mein persönliches Trainingsprogramm entschieden habe, startete ich auch direkt mit einem 30 Minuten Workout durch. Und noch heute bin ich ganz beeindruckt von meinem Willen, das Programm durchzuziehen und habe bis jetzt kein einziges der vorgegebenen Workouts verpasst. Diese variieren immer zwischen 15 und 35 Minuten, sodass ich sie prima in meinen Alltag integrieren kann. Anfangs kostete es mich auch einige Überwindung, trotz Muskelkater weiterzumachen (ich habe Muskeln an meinem Körper entdeckt, die ich zuvor nicht kannte.. Wer hat schon Muskelkater im Hintern?! :D ), aber die Übungen sind wirklich ideal aufeinander abgestimmt und von Workout zu Workout gelingen mir die einzelnen Übungen auch besser (und natürlich stöhne ich mittlerweile auch öfter auf, wenn eine Übung an der Tagesordnung steht, die ich nicht so mag… :D ). Im Gesamten fühle ich mich danach frischer und lebendiger und irgendwie komplett aus dem Alltagstrott herausgerissen.

Neben meinem Trainingsprogramm habe ich auch ein weiteres Workout für mich entdeckt: Relax Yoga. Ich liebe dieses Workout, weil es einem wirklich hilft, den übervollen Kopf frei zu kriegen. Für mich ist es – trotz Anstrengung – nach dem Relax Yoga immer so, als würde ich gerade aufstehen und frisch in den Tag starten. Es gibt Energie, obwohl man selbst dachte, dass absolut nichts mehr geht und bringt einen einfach dazu, loszulassen und ausnahmsweise nur an sich zu denken. Herrlich.

Neben dem „neuen“ Lebensgefühl hat das ganze natürlich auch den angenehmen Vorteil, dass die Pfunde purzeln und sich der gesamte Körper irgendwie gefestigter anfühlt. Auch die ständigen Verspannungen, die ich vor allem im Schulter- und Nackenbereich hatte, sind mittlerweile viel besser und nicht mehr so einengend. Ein wahnsinnig tolles Gefühl, wenn ihr mich fragt.

Auch wenn das wohl jeder sagt, der Sport neu für sich entdeckt: Überwindet euren inneren Schweinehund und macht etwas für euch und euren Körper. Es geht dabei nicht darum, sich zu quälen, sondern einfach etwas Neues zu erfahren und auszuprobieren. Und Sport ist definitiv nicht immer Mord.. :D

Bis die Tage,

Jess

4 thoughts on “Sport ist Mord?!

  1. Ich hab mich bislang gefragt, ob Gymondo wohl eine coole Sache ist – und wer das wohl nutzt. Daher: danke für Deinen Bericht und für die Insights!

    Für mich wäre das eher nichts: ich brauche den Gruppenzwang und hab mich darum im Januar wieder in einem „echten“ Fitness-Studio angemeldet.

    Wünsche Dir viel Erfolg! Und mir auch ;-)

  2. So wie ich mitbekommen habe: Ein Haufen normaler Leute. Unter den ganzen Workouts stehen immer mal wieder Kommentare, die mir teilweise echt aus der Seele sprechen und auch irgendwie ein Gruppengefühl vermitteln.
    Gerne doch! Erfahrungen teilt man gern und noch schöner ist es, wenn sie anderen helfen. :)

    Ich wurde jetzt mehr oder weniger auch dazu überredet, zu zweit was zu machen – außerhalb des Wohnzimmers und des Fitnesstudios. Bin mal gespannt, ob mir das liegt.. Irgendwie fehlen zu Hause doch so ein bisschen die Geräte und die Atmosphäre.. *gg*

    Vielen Dank! Ich wünsche dir natürlich auch viel Erfolg! Berichte doch, wie es so läuft. :)

    Liebe Grüße,

    Jess

  3. Also in meinem Fitnessstudio knüpfe ich keine sozialen Kontakte :D
    Aber es ist direkt gegenüber, ich kann es vom Bett aus sehen und das ist schon relativ motivierend! Ein, zwei Freundinnen sind da auch angemeldet, das motiviert noch zusätzlich. Bisher habe ich gemerkt, dass solche Programme für Zuhause nix für mich sind, ich höre viel zu schnell wieder auf. Aber ich möchte jetzt im März mal die 30 Days of Yoga Challenge machen.

  4. Das mit dem viel zu schnell wieder aufhören ist auch so eine Sache. Ich habe es nun knapp sechs Wochen durchgehalten, dann hat mir eine Erkältung einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Grrrr.
    Ein Fitnesstudio vor der Haustür – ich beneide dich! Bei mir ist das nächste zehn Kilometer entfernt…
    30 Days of Yoga Challenge? Magst du mich mal aufklären? Klingt interessant!

    Liebe Grüße,

    Jess

Kommentar verfassen