Sonntagslangeweile [Sonntagsgedanken »2«]

„Hast du eine Idee, worüber ich schreiben könnte?“
„Hmm. Nicht wirklich. Ich bin nicht so kreativ.“

Manchmal geht einem gar nichts von der Hand. Im Kopf schwirren die unterschiedlichsten Dinge herum, aber keines davon will sich zu einem Thema für einen neuen Blogpost formen. Es sind viele, kleine, nicht zueinander passende Schnippsel, die zwar für einen vollen Schädel sorgen, aber keinen Sinn ergeben, wenn man sie niederschreibt.
Ich dachte eigentlich, dass ich genug Themen für meinen Sonntagspost diese Woche habe. Tatsächlich habe ich auch schon drei Posts angefangen, aber sie alle passen irgendwie nicht, stellen mich nicht zufrieden. Bei einem überlege ich tatsächlich, ob ich ihn überhaupt je veröffentliche. Hm. Was also tun?

Mein Schwesterherz ist dabei auch keine große Hilfe. Ich sitze gerade mit ihr im Wohnzimmer, sie liest irgendetwas auf ihrem Handy, ich fliege mit den Fingern über die Tastatur. Luna, die Familienkatze, sitzt im Körbchen hinter uns und schläft tief und fest. Ein wunderbar entspannter Sonntag, die drohenden Uniunterlagen sind in meiner Tasche verstaut und ich schaffe es, sie für einen Moment zu vergessen. Eigentlich sollte man meinen, dass dies die idealen Bedingungen für etwas Kreativität sind. Pustekuchen.

An vielen Sonntagen geht es mir so, dass ich gerne etwas mit meiner Zeit anfangen würde, aber nicht weiß, was ich eigentlich machen soll. Die Langeweile überkommt mich, aber nichts, was ich mache, sorgt dafür, dass sie wieder verschwindet. Eigentlich gibt es so vieles, was ich machen könnte. Unter der Woche erledige ich meistens den kompletten Haushalt, um am Sonntag frei für Dinge zu sein, die mir Spaß machen, einen Ausgleich schaffen. Und doch ende ich meistens mit Unikram oder anderem Zeugs, was erledigt werden muss, was mir ein schlechtes Gewissen beschert, wenn ich mich nicht langsam darum kümmere. Zwar mache ich dann etwas, aber das Gefühl der Sonntagslangeweile und der Unzufriedenheit bleibt.

Kennt ihr das Gefühl der Sonntagslangeweile? Was macht ihr dagegen? Wie verbringt ihr generell eure freien Tage?
Habt ihr irgendwelche Tipps für mich, wie ich mich aus diesem „Kreativitätsloch“ wieder befreien kann, wenn ich erst einmal drin stecke?

Ich freue mich über jeden Kommentar. :)

Bis die Tage,

eine sich langweilende Jess

Kommentar verfassen