Gedanken im Juni

Gedanken im Juni

„Der Blick in meinen Kalender macht mich völlig fertig. Ich habe jetzt fünf Tage frei, aber das ist viel zu wenig. Es steht noch so viel an. Die zwei letzten Referate für dieses Semester. Vier mal sechs Stunden Hauptseminar am Stück. Vier mal acht Stunden Übung am Stück. Und dann noch so viel Nachhilfe.“

„Ich vernachlässige meinen Blog. Und es nervt mich tierisch. Je weiter das Semester voranschreitet, umso mehr muss ich mich einschränken. Wieso leidet immer das, was mir sonst einen Ausgleich verschafft? Wie schaffen es andere nur, sich nach einem unendlich langen Tag noch zu motivieren, sich an den Schreibtisch zu setzen, ein paar Zeilen zu tippen? Aber naja. Andere bezeichnen das als Arbeit. Leben davon. Bezahlen ihre Wohnung mit einem Blog. Ich nicht. Ich muss mich erst um den Unikram kümmern, dann Geld verdienen und erst dann kommt mein Blog. Vielleicht sollte ich aufhören, ständig so hart mit mir ins Gericht zu gehen.“

„FREIHEIT! Alle Referate erledigt. Oh Gott. Diese Entspannung. Herrlich.“

„Weil es zu viel ist. Weil ich keine Ahnung hab, wo mir gerade der Kopf steht. Und gleichzeitig hab ich doch das Gefühl, viel zu wenig zu leisten“

„Wieso bekomme ich solche wichtigen Dinge eigentlich immer erst von anderen mit? Es ist ja schön, dass es nur ein Zufall war, dass es andere erfahren haben. Aber hey. Ich hab diese Information doch auch verdient. Oder gehöre ich nicht mehr dazu? Bin ich nicht mehr Teil von allem? Aber was mache ich mir überhaupt Gedanken darüber. Du machst sie dir ja wohl auch nicht.“

„Ich sollte mein Herz abstellen und nur noch auf meinen Verstand hören. Der blöde Besserwisser hat halt doch immer recht.“

„Wir werden uns immer ähnlicher. Ich erkenne mich in euch wieder. Und auch wenn ich weiß, dass viele negative Aspekte wohl dafür sorgen, dass ihr in vielen Punkten fast genauso seid wie ich, bin ich unendlich stolz auf euch. Lächle zufrieden und überglücklich, wenn ich diese Parallelen sehe. Auch wenn ich euch das viel zu selten zeige.
Und mit jedem Tag hoffe ich, dass ich für euch die Stütze sein kann, die mir damals so sehr gefehlt hat.“

„Ein Wochenende frei. Statt zu lernen habe ich so viele andere Dinge getan. Aber sie taten mir gut. Also ist das doch ok, oder etwa nicht?“

„Zwölf Monate Twitter? Hätte ich vor einem Jahr gar nicht gedacht. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass es ein netter Zeitvertreib, eine wunderbare Alternative zu anderen Plattformen sein kann. Ich fühle mich wohl und folge so vielen Menschen, die mich inspirieren.“

„Die Zeit ohne dich ist komisch.“

„Meine zwei kleinen Hexen sind nun neun Monate alt. Acht davon sind sie schon hier. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Und sie schaffen es tatsächlich, mich wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen. Mit einem Schnurren. Einem treudoofen Blick. Einem tollpatschigen Runterfallen von der Couch. Einem Schnuppern an meiner Nase. Ich liebe euch.“

„Balkonien ist fertig! Das wird DER SOMMER 2015!
Irgendwie muss ich mir sechs Hausarbeiten ja schön reden.“

„Milde Sommernächte. Ein wehender Rock. Das kühle Feierabendbier. Das leckere Fleisch auf dem Grill. Ich bin mir jeder Kleinigkeit bewusst. Auch, dass ihr nicht da seid.“

„Vielleicht bin ich zu weich geworden. Habe wieder an Biss verloren. Ich bin in so vielen Aspekten stärker und konsequenter geworden, organisierter, straighter. Aber in diesem einen, in dem ich es so bitter nötig hätte, bin ich einfach nur viel zu weich. Wieder viel zu sehr das kleine Mädchen.“

„Wieso muss ich mich für alles rechtfertigen? Ich verstehe es nicht, dass ihr euren bescheuerten Krieg immer noch auf meinem Rücken austragen müsst.“

„Dieses Gespräch hätte ich schon viel früher führen sollen. Es hätte mir einige schlaflose Nächte erspart. Viele Zukunftsängste. Ich kann wieder nach vorne blicken, entkomme dem Strom, der mich immer weiter in die Tiefe zog.“

„Ich habe ganz vergessen, wie befreiend das Lesen sein kann. Wie berauschend laute Musik.“

„Hey. Die da im Spiegel sieht ja irgendwie ganz anders aus. Und da steht eine Strähne ab. Aber es gefällt mir.“

„Natürlich muss ich ausgerechnet im Sommer wieder anfangen, mich ins Schminken zu verlieben. Wenn das meiste nach zwei Stunden eh schon wieder verschwunden ist, weil bei diesem Wetter kaum etwas lange hält. Und im Winter ist es dann wieder nur das Nötigste.“

„Manchmal macht es einfach Klick und du weißt auf einmal, was genau dich eigentlich beschäftigt.“

„Die ganzen Sommerferien arbeiten? Uff. Naja. Es gibt ja Geld.“

„Vielleicht sollte ich auch einfach mal anfangen, Versprechen zu brechen.“

„Irgendwann werde ich mir auch ein Planschbecken auf den Balkon stellen. Ganz genau so wie bei How I met your mother!“

„Lass mich nur für ein paar Stunden die Welt vergessen.“

Bis die Tage,

Jess

Kommentar verfassen