Gedanken im August

Gedanken im August

„Endlich ist die Prüfungszeit vorbei. Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich mich wie ein Hamster im Laufrad gefühlt habe. Und es drehte sich und drehte sich und drehte sich. Aber ich bin nun ausgestiegen. Nur für ein Weilchen. Meine Füße fühlen sich wie Wackelpudding an, sie brauchen eine Pause, bevor ich wieder weiter rennen kann.“

„Das ist nicht dein Ernst. Du kommst damit um die Ecke – jetzt? Was ist dir Freundschaft schon wert? Was sind deine Versprechungen gewesen? Leere Worte, wie all das andere, was du in letzter Zeit von dir gegeben hast? Und dann gehst du einfach, schließt ohne ein Wort an mich die Tür hinter dir. Du hast es entschieden – DIESE Tür bleibt für dich nun für IMMER verschlossen.“

„Ich bin ein Idiot. Wieder gebe ich mir so viel Mühe. Wieder freue ich mich über diese Tage. Wieder verspüre ich diesen zarten Schmerz der Hoffnung. Nur dieses Mal erkenne ich selbst, dass ich mich wie ein Narr verhalte.“

„Kannst du die Vergangenheit nicht einfach ruhen lassen? Natürlich ist viel kaputt gegangen. Aber du bist nicht unschuldig daran. Du siehst das nach all den Jahren immer noch nicht ein? Siehst du immer noch nicht, wie sehr du mit solchen Aktionen weiterhin alles kaputt machst? Ich leide ebenfalls. Aber ich jammere nicht. Ich sehne mich nicht einmal mehr danach, dass es anders wird. Endlich habe ich angefangen, einzusehen, dass eure Worte nur heiße Luft sind. Und dann kommst du mit deinem Gejammer an, hältst mich tatsächlich für so blöd, dass ich das nicht mitbekomme, dass ich es nicht verstehe. Aber ich verstehe viel mehr als du, höchstwahrscheinlich auch viel mehr, als du je verstehen wirst. Denn ich jammere nicht nur, ich ziehe Konsequenzen, mache das beste aus den Scherben, die ihr verursacht habt, mit denen ihr mich völlig alleine gelassen habt.“

„Ein neuer Schritt. Veränderung. Kampfgeist. Ich lebe. Und fühle mich glücklich. Wie eine kleine, andere, neue Welt, ganz für mich alleine.“

„Ich bin nicht mehr glücklich damit. Es muss sich etwas ändern. Jetzt.“

„Du erwartest, dass du der Mittelpunkt aller anderen bist. Aber selbst scherst du dich einen Dreck um andere. Dir ist meine Meinung zu deinen Worten wichtig? Aber dich dazu überwinden, meine zu lesen.. nein, warum auch.“

„Wir sind wohl wieder im Kindergarten angekommen. Mal ehrlich! Solche Worte? Was soll die Scheiße? Ich bin die Jüngste in unserer Runde, fühle mich für so etwas aber viel zu alt. Wie kommst du auf diese dämliche Idee? Was zum Teufel ist nur mit dir los?“

„Du wirst das hier eh nie lesen. Es ist dir generell egal, was ich wo schreibe. Wie ich mein Leben führe. Was mich bewegt.“

„Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mir nicht nur einrede, dass es so gut ist, wie es ist. Zum ersten Mal in meinem Leben ist das nicht mehr eine Lüge, um mich zu schützen. Ich habe abgeschlossen. Mit euch allen. Und wenn es sein muss, dann kämpfe ich alleine. Und ich werde siegen.“

„Ich fahre. Fahre und fahre. Und weiß einfach nicht, wohin mit mir. Die Lichter der anderen Autos verschwimmen. Dunkelheit. Gib mir eine Schulter zum Anlehnen. Nur für einen kurzen Moment.“

„Wo bist du? Ich warte auf dich.“

„Irgendwie war dieser Monat völlige Zeitverschwendung.“

„Aus Liebe zur Musik.“

„Erleichterung. Freude. Endlich. Ich habe einmal im Leben auch den leichten Weg verdient.“

„Menschen analysieren zu können ist eine große Hilfe. Nur manchmal, in wenigen Momenten, verfluche ich mich dafür. Ich mag andere nicht analysieren, will nicht wissen, was sie bewegt, aufhören, mit so viel Herz an einer Angelegenheit zu hängen. Aber ich kann nicht. Mein Kopf sagt, dass es falsch ist, für mein Herz fühlt es sich so richtig an.“

„September wird mein Monat!“

„Du hältst dich wohl auch für die Größte. Du machst so wahnsinnig viel? Klar. Ich schenke dir mein Leben. Für einen Tag, mit allem Schönen, mit all meinen Lasten. Mit allen Gedanken, die mich quälen. Lasse dich spüren, was es heißt, viel um die Ohren zu haben. Dann reden wir weiter.“

„Ich bin neidisch und mir ist das bewusst. Und ich weiß, warum ich neidisch bin. Ich lebe nicht, funktioniere nur. Aber das mache ich, um irgendwann leben zu können.“

„Ein Ende ist in Sicht! ENDLICH!“

Bis die Tage,

Jess

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