Monatsrückblick #3: Juni 2016

Erstaunlich, wie schnell das geht, bis wieder ein Monatsrückblick im Blogpostplan steht. Der Juni ist irgendwie genauso schnell gegangen, wie er gekommen ist. Was war los bei mir?

Nichts ist berechenbar. Eigentlich sollte ich das ja zu gut wissen und mir merken, dass es meistens anders kommt, als man denkt. Manchmal verdränge ich diesen Aspekt aber ganz gerne, z.B. wenn ich mich dazu entschließe, im vergangenen Semester ein Seminar sausen zu lassen, um bei meinem Lieblingsdozenten erneut ein Seminar belegen zu können. Nein, der Dozent hat sich nicht binnen weniger Monate zum absoluten Gegenteil geändert, aber Anfang Juni erreichte uns Seminarteilnehmer die Nachricht, dass wir künftig von drei anderen Dozenten betreut werden, weil unser eigentlicher Seminarleiter erkrankt ist. Es ist zwar schwer vorstellbar, aber wenn einen eine Lehrperson so lange Zeit begleitet, dann macht man sich schon Sorgen um sie. Fakt ist und bleibt aber: Das einzige Seminar, auf welches ich mich in diesem Semester wahnsinnig gefreut habe, ist nun auch irgendwie total futsch. Klar, das Thema ist immer noch interessant und unsere Vertretungen sind echt gut, aber es bleibt ein fader Beigeschmack.

Der fade Beigeschmack bleibt bei mir übrigens auch hängen, wenn ich an den Juni zurückdenke. Anfang des Monats bin ich krank geworden – und zwar so, dass ich tatsächlich einen Tag lang das Bett nicht verlassen konnte und meinen Schülern absagen musste. So etwas gab es bei mir schon lange nicht mehr und es fiel mir verdammt schwer, mich zurückzunehmen und nur an mich und nicht an meine Pflichten zu denken. Und auch die ganzen „Schlaf viel, das hilft!“-Nachrichten dankend anzunehmen. Ich bin ja kein Kind mehr, ich weiß was ich brauche, aber das Katzentanzlied wollte mir trotzdem keiner vorsingen. Diese Grippe hat mich dann auch noch den halben Juni verfolgt, sodass ich viele Pläne über Bord werfen musste..

.. unter anderem auch den  Gang ins Fitnessstudio. Nachdem ich im Mai nicht wusste, wie ich das auch noch in meinen Alltag integrieren konnte, habe ich Ende Juni wieder angefangen, mir bewusst Zeit für mich und meinen Körper zu nehmen und mich darauf zu konzentrieren. Es ist wirklich schrecklich, wie schnell es sich einbrennt, dass vieles andere wichtiger ist, als ich es bin. Hier der Haushalt, da die Buchhaltung, dort die Uni, da drüben noch ein paar Hausarbeiten.. ja. Gut. Aber ich fehlte irgendwie in dieser Aufstellung komplett und deshalb arbeite ich stark daran, das zu ändern.

Helfen soll mir dabei wieder gezieltere Planung. Ich saß eines Abends stundenlang im Arbeitszimmer und habe sowohl meinen Kalender als auch mein Blognotizbuch auf den aktuellen Stand gebracht. Ich muss mich jetzt nur noch daran halten, was ich mir alles so vorgenommen habe, damit ich nicht wieder irgendetwas schleifen lasse.

Was war denn noch? Ach ja! EM! Stimmt. In der Endphase des Turniers vergisst man das doch ziemlich schnell. Ich muss ja zugeben, dass ich zu der Fraktion gehöre, die nur die Spiele der deutschen Mannschaft bei der EM/WM anschaut und OH MEIN GOTT!, steinigt mich doch dafür. Wir werden übrigens Europameister, damit das schon einmal klar ist.

Mitte des Monats hatte ich eine leichte Sinnkrise. Ich liebe es ja, mich mit Klischees herumschlagen zu müssen – egal ob die nun spaßig gemeint sind oder todernst. Das ist mir egal. Mein Verstand sagt mir zwar, dass ich da klar unterscheiden muss, aber manche Aussagen treffen einen doch tief im Innersten. Vielleicht war diese Verletzlichkeit, die ich schon lange nicht mehr verspürte, auch einer der Grunde, weshalb ich mich wieder mehr zusammenreißen wollte. Vielleicht hatte diese Sinnkrise also so doch etwas Gutes.

Auf die Sinnkrise folgte auch noch die Nachricht, dass ich ab September wieder alleine verantwortlich für meine Schüler bin. Falls also jemand Interesse an einer Stelle als Nachhilfelehrer hat – auf Perfektion zum Quadrat findet ihr alle wichtigen Informationen dazu.

Im Juni hätte ich die Außenwelt am liebsten mit Katzenbildern bombardiert. Wenn die Welt gegen dich ist, hast du immerhin noch Katzen, die dir zur Seite stehen. <3

Amy und Mia

Auch das Ende des Monats war nicht gerade klasse – das neue Vorlesungsverzeichnis für das nächste Semester wurde veröffentlicht und mir bleibt an dieser Stelle nichts anderes als festzuhalten, dass ich während meines gesamten Studiums in Germanistik so gut wie nie ein Seminar hatte, welches mich allein mit dem Titel davon überzeugen konnte, es auf Biegen und Brechen besuchen zu müssen. Naja. ¯\_(ツ)_/¯

Ich bin gespannt, was der Juli für mich bereit hält. Es geht mal wieder in eine Prüfungsphase, yippie! \o/

Bis die Tage,

Jess

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