Monatsrückblick #4: August 2016

Der August, er kommt, er geht. Jedes Jahr zieht er an mir wie in einem Zeitraffer vorbei. Gestern war noch der 01.08.2016, heute ist schon der 01.09.2016. Jahr für Jahr, ohne dass ich es wirklich merke, wirklich greifen kann.

Was war im August los bei mir?

 

Sommerferien. Semesterferien. Urlaub.

Nach über drei Jahren habe ich mich dieses Jahr endlich dazu überwinden können, etwas für mich zu tun und jedem meiner Schüler zu sagen, dass ich in den ersten vier Wochen der Sommerferien nicht da bin. Auch wenn das bedeutet, dass ich im August keinen einzigen Cent verdient habe. Ich habe mir Urlaub genommen, ganz bewusst freie Zeit. Nur für mich. Mit meinen letztem Prüfungstermin Ende Juli war ich sämtliche terminliche Verpflichtungen los. Keine Vorlesungen mehr. Keine Seminare. Keine Nachhilfe. Nur ich und ganz viel Zeit. Und das habe ich wirklich gebraucht. So sehr ich mein oftmals stressiges Leben auch liebe, so sehr haben mich die letzten Monate einfach absolut geschlaucht und ausgelaugt. Deshalb habe ich mich in die Sonne gelegt, ein Buch gelesen, mit den Katzen geschmust und mir einfach die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, um meinen Akku wieder aufzuladen. Ich habe auch ganz viele Dinge erledigt, die liegen geblieben sind, aber statt meinen Haushalt mal nur so nebenbei irgendwie zu erledigen, habe ich vieles ganz gemütlich machen können. Herrlich.

Und ich habe einen Urlaub gebucht. Ein richtiger Urlaub, außerhalb Deutschlands. Ich habe das Land das letzte Mal vor zehn Jahren verlassen, wenn ich mich nicht täusche. Im September werde ich eine Woche außerhalb des Landes verbringen. Ich bin sogar über meinen Geburtstag weg, womit mir vielleicht das größte Geschenk gemacht wurde. Eine Woche ganz ohne Verpflichtungen. Ich kann meinen Haushalt nicht mit in den Urlaub nehmen. Und ich werde ganz bewusst kein Buch für mein Studium mitnehmen, um wirklich abzuschalten.

 

Verpflichtungen. Hausarbeiten.

Trotz Urlaub war ich im August nämlich doch ziemlich produktiv – zumindest für meine Verhältnisse. Ich habe bereits zwei Hausarbeiten fertig gestellt und die dritte tatsächlich gestern angefangen, obwohl ich am liebsten mein gesamtes Unizeugs auf einen Haufen werfen und es anzünden würde. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwer es für mich ist, ohne einen Abgabetermin an einer Hausarbeit zu arbeiten bzw. überhaupt erst anzufangen. Ich bin ein Mensch, der gewöhnlich den Druck braucht, der mit einem Abgabetermin verbunden ist. Diesen gibt es bei mir mittlerweile aber nicht mehr, weil nur noch Hausarbeiten ohne festen Abgabetermin übrig geblieben sind. Ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich dennoch an meinen Schreibtisch gesetzt und gearbeitet habe.

 

Geburtstag. Geburtstag? Geburtstag!

Ansonsten habe ich jedes Wochenende im August damit verbracht, irgendwelche Geburtstage zu feiern. In meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis haben einfach so viele Menschen im August Geburtstag, dass es einfach nicht auszuhalten ist. Das zeigt aber wohl auch, dass die meisten Kinder einfach um Weihnachten rum gezeugt werden. Eigentlich liebe ich ja Geburtstage. Ich mag es, mir schöne Geschenkideen auszudenken, Geschenke liebevoll zu verpacken und zu sehen, wie sich andere darüber freuen. Nichts ist schöner als das Leuchten in den Augen der Geburtstagskinder, egal, wie alt sie an ihrem besonderen Tag werden.

 

Ich brauche Kohle. Und eine neue Wohnung.

Ja! Nein! Vielleicht!  Wer mich auf meinen sozialen Netzwerken verfolgt weiß, dass ich gelegentlich bei IKEA wohne. Ich liebe es, jedem Wohnraum eine besondere Note zu geben, neue Dekoration aufzustellen, einen roten Faden durch jedes Raumkonzept zu ziehen und alles stimmig zu arrangieren, bis ein wunderbares Gesamtbild entsteht. Aber verdammt noch einmal der Platz ist einfach endlich. Denn neben wunderschöner Deko liebe ich auch die klaren Linien, die in der Wohnung herrschen, und bei zu viel Dekoration würde das einfach verloren gehen. Mittlerweile ist aber so gut wie jeder Raum meiner Dekorationswut zum Opfer gefallen und ich bin zufrieden (ok.. ich gebe es zu: In meinem Kopf gibt es noch die ein oder andere Idee für das Badezimmer und mein Arbeitszimmer..). Leider laufen mir bei IKEA, Depot und Co. immer noch wunderschöne Dinge über den Weg, die ich am liebsten einfach alle mitnehmen würde. Deshalb brauche ich eine Wohnung, die rein zu Dekorationszwecken dient, in der ich mich bedingungslos austoben kann. Und natürlich auch die nötige Kohle, damit mir dabei keine Grenzen gesetzt sind!

Ich bin gespannt, was mir der September zu bieten hat. Die verhältnismäßig ruhigen Momente des Augusts werden wohl vorerst vorbei sein, schließlich startet in zwölf Tagen das neue Schuljahr, was für mich eine Menge Arbeit bedeuten wird, da ich gleich drei Abschlussschüler habe – und einen Bruder, der auch noch Abitur macht. Herrje!

Bis die Tage,

Jess

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