Monatsrückblick #6: November 2016

„Neuer Monat, neues Glück. Vielleicht bekomme ich im November mein Leben besser auf die Reihe.“

Unter diesem Motto stand  der November und ich habe mein bestes geben, mich daran zu halten. Generell ist mir das auch im Groben und Ganzen gelungen, denn mir geht es nun wieder besser – besser mit meinem Arbeitspensum, besser mit meiner Motivation, besser mit der Gesamtsituation. Aber von vorne: Was war im November los?

Der November begann mit der Umstrukturierung meines Unternehmens. Naja, was heißt Umstrukturierung. Ich habe mir die Zeit genommen und mir einen groben Plan zurecht gelegt, der mir eine Richtung weist, in die ich gehen möchte. Begonnen hat dies mit der aktiven Suche nach Mitarbeitern, sodass ich etwas entlastet werde und die weitere, nicht enden wollende Nachfrage bedienen kann. Nachdem ich Anzeigen geschaltet und nach zwei Wochen noch immer keine einzige Rückmeldung erhalten habe, hat sich doch noch etwas getan – und somit verbrachte ich die letzte Novemberwoche damit, sämtliche Unterlagen für einen neuen Mitarbeiter zusammenzustellen, Verträge aufzusetzen, alles zu organisieren und mich auch langsam um aktivere Werbung für neue Schüler zu kümmern. Generell habe ich für 2017 einiges vor, möchte mich vergrößern, möchte neue Konzepte anbieten und viel in die Weiterentwicklung stecken. Und im November habe ich dafür die Grundsteine gelegt. Ich habe das Gefühl, dass ich in meiner Entwicklung als Geschäftsführerin in diesem Monat einige Fortschritte gemacht habe, und das macht mich stolz.

Neben meiner beruflichen Entwicklung finde ich auch immer mehr wieder in mein Studium hinein. Statt planlos durch das Semester zu stiefeln, wie es irgendwie sonst Ende November meistens der Fall ist, bereite ich mich brav und artig vor und habe auch einen gewissen Ehrgeiz, eine gute Leistung abzuliefern. Ich finde es auch sehr interessant, wie Social Media einen diesbezüglich beeinflussen kann – seit ich auf Instagram einigen Lehramtsstudenten folge oder auf Twitter den Hashtag #Prokrastinationsscheiße im Blick habe, fühle ich mich motivierter. Denn ich merke – mir geht es nicht alleine so mit dem ganzen Unikram, andere teilen ein ähnliches Leid. Wer also ein bisschen Motivation für’s Studium braucht, kann sich das ganze ja etwas näher anschauen.

Apropos Social Media! Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich es im November tatsächlich geschafft habe, jeden Tag ein Bild auf Instagram zu posten. Dadurch ist die Interaktion mit anderen auch angestiegen, was mich wirklich freut, denn der Austausch hat doch längere Zeit gefehlt. Aber ich merkte auch, dass das gar nicht so einfach ist, jeden Tag etwas online zu stellen. Man denkt halt doch nicht immer daran. Gleichzeitig versuche ich aber, meine Präsenz zu verbessern, weil mir sowohl als Blogger als auch als Geschäftsfrau der Austausch doch wichtig ist. Mit etwas Disziplin und Planung funktioniert das auch ganz gut. (Wer mir übrigens folgen möchte: Instagram, Snapchat und Twitter: sternenspieluhr)

Disziplin und Planung – das nächste Stichwort. Ich glaube es selbst kaum, aber ich habe endlich wieder angefangen, meinen Kalender zu benutzen und mir viele Dinge, die im Kopf rumschwirren, auf PostIts zu notieren und diese in den Kalender zu kleben. Mir wichtige Sachen zu notieren und sie je nach Kategorie – Uni, Arbeit, Privatleben, Wichtiges – farbig zu markieren. Mein Kopf fühlt sich dadurch wirklich befreiter an, auch wenn mich das in der Regel sonntags eine Stunde kostet. Ich freue mich mittlerweile auch wieder darauf, im Januar einen neuen Kalender anzufangen und damit ein weiteres Kapitel in meinem Leben zu beginnen. Irgendwie hat mir das auch geholfen, das Chaos in den Griff zu bekommen.

Auch an meinem Schlafrhythmus habe ich den ganzen November über fleißig gearbeitet. Mittlerweile kann ich abends doch wieder relativ spät ins Bett gehen und dafür morgens früh aufstehen. Aber wenn ich so zurückdenke, kann ich mittlerweile nicht mehr nachvollziehen, wie ich als Teenager bis 13, 14 Uhr schlafen konnte – und das ohne schlechtes Gewissen.

Nach über vier (!) Jahren habe ich es auch endlich geschafft, mich von den wichtigsten Ärzten in meinem alten Wohnort zu trennen und mir in der Umgebung welche zu suchen. Das war für mich ein großer Schritt, weil ich bei Ärzten verdammt eigen bin und es eigentlich vermeide, sie aufzusuchen, sofern es geht. Allerdings ist mir bewusst geworden, dass ich mehr auf mich, meinen Körper und meine Gesundheit achten muss, weshalb es mir wichtig war, langsam aber sicher die wichtigsten Ärzte in der Umgebung zu haben.

Geärgert habe ich mich im November wohl am meisten über die Tatsache, dass ich mir innerhalb von zwei Jahren den dritten (!) Katzenbrunnen kaufen musste. Der erste wurde von Mia nach einem Monat zum absoluten Todfeind erklärt, ständig umgeworfen oder von der Küche in den Flur gezerrt und sah dementsprechend irgendwann auch ziemlich beschädigt aus. Das tat dem Geldbeutel aber noch nicht ganz so weh, weil der nur 20€ kostete. Mittlerweile habe ich ihn an Verwandte weitergegeben, die damit super klar kommen. Der zweite – Preisklasse 35€ – gab nach nicht einmal vier Monaten den Geist auf. Pumpe kaputt. Und natürlich kein Kassenbeleg mehr da. Wunderbar. Der landete im Müll. Den dritten habe ich nun Mitte November bei Amazon bestellt, weil er im Laden nicht erhältlich war, und eeeeeeeeeendlich sind wir alle glücklich damit. Er gibt keinen Ton von sich, ist einfach zu reinigen, da er aus Keramik besteht  und die Katze kann ihn nicht mehr durch die Gegend zerren und auch nicht mehr reinbeißen (ja, sie hat es tatsächlich versucht, die blöde Nuss). Der Brunnen war die knapp 55€ wirklich wert. Aber was lernen wir aus dieser Geschichte? Wer günstig kauft, kauft mehrmals.. trifft nicht immer zu, aber immer öfter.

Ich muss mich korrigieren. Noch mehr ärgerten mich im November Menschen, die faul zu Hause rumsitzen und nichts tun. Wirklich. Ich kann das nicht nachvollziehen, weshalb man sich für ein Leben als „Nichtsnutz“ entscheidet und dies aktiv auslebt. So sehr ich auch über mein Arbeitspensum meckere, so sehr weiß ich auch, dass ich wahnsinnig werden würde, wenn ich Tag für Tag nur Zuhause rumsitzen und nichts tun würde. Das hat für mich nichts mit Lebenserfüllung zu tun. Noch geiler wird es, wenn Menschen dabei konsequent die Probleme ignorieren, die sie in oder mit ihrem Leben haben und NICHTS, wirklich absolut NICHTS daran ändern wollen. Darüber könnte ich mich aber wohl noch über 2000 Zeichen hinweg aufregen.

Und als kleine Weisheit, die mich im November immer wieder schmunzeln ließ:

Wenn das Leben blöde ist, einfach ein Diadem nehmen und „Mondstein flieg und sieg!“ rufen.

Bis die Tage,

Jess

2 thoughts on “Monatsrückblick #6: November 2016

  1. Du hast den November gut genutzt und die Neujahrsvorsätze vorgezogen, Gratuliere ?
    Ob Leute, die den ganzen Tag zu Hause sitzen und zu nichts kommen einfach faul sind, glaube ich nicht. Beschäftigungslosigkeit führt zu Tatenlosigkeit und verschärft das Erste wieder. Ich weiss nicht, ob das so ist oder ob das auf viele Menschen zutrifft, bin aber inzwischen vorsichtig anderen Leuten Desinteresse oder Müssiggang vorzuwerfen.
    Du drehst jedenfalls richtig auf und das kann auch inspirierend wirken auf andere Mitleser ?

  2. Dabei habe ich mir gar keine wirklichen Vorsätze gemacht, sondern war einfach nur dieses „Chaos“ so unendlich leid. Danke! :D

    Die Leute, die ich in diesem speziellen Fall meine, sind es tatsächlich. Und ja, ich weiß, dass es diesen Teufelskreis gibt, aber jeder ist für sich und sein Leben selbst verantwortlich – und auch dafür, aus diesem Teufelskreis auszubrechen, und sei es nur, sich selbst irgendwelche Beschäftigungen einzuräumen, die das Leben wieder strukturieren.

    Es freut mich sehr, dass ich inspirierend auf andere wirke – hach! Das ist Balsam für die Seele und bestätigt mich daran, weiterhin so am Ball zu bleiben. :)

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