Der Winter und ich. [Random facts #2]

1. Der Winter ist für mich die schönste Jahreszeit, um Bilder zu machen. Ich liebe die weißen Landschaften und noch mehr liebe ich es, wenn sie im Sonnenlicht glitzern. Jedes Mal, wenn ich das Haus verlasse und einen Blick auf die weiten, weißen Felder erhasche, bin ich ganz hin und her gerissen, ob ich nicht wieder ins Haus laufen und meine Kamera holen soll.

2. Irgendwie kommt der Winter für mich immer sehr überraschend. Das mag wahrscheinlich daran liegen, dass es selten wirklich Herbst ist, aber auf einmal ist es draußen kalt und man muss morgens wieder die Scheiben am Auto freikratzen – bzw. freisprühen. Ich bin deshalb auch einer dieser komischen Menschen, der bei 0°C durchaus noch ohne Jacke rumläuft und sich denkt „Ach, so kalt ist das nicht, und ich muss ja immer nur vom Auto in ein Gebäude!“. Die schiefen Blicke, die ich dank fehlender Jacke beispielsweise in Einkaufsläden erhalte, ignoriere ich mittlerweile gekonnt.

3. Draußen ist es kalt? Zeit für Plätzchen! Plätzchen und der Winter gehören für mich untrennbar zusammen. Genauso wie Lebkuchen, Mandarinen und Winter. Es muss nicht viel im Haus sein, aber diese Dinge sind für mich einfach ein Muss.

4. Ich liebe es, im Winter Auto zu fahren. Glaubt mir, nichts macht größeren Spaß als in meinem leichten E30 in Kurven zu fahren, wenn es etwas kälter ist. Ganz nach dem Motto „Fährst du quer, siehst du mehr!“. (Vorausgesetzt natürlich, dass es auch wirklich möglich ist, das Heck zum rutschen zu bringen, ohne jemanden damit zu schaden. Gelernt habe ich das übrigens mal auf einem verschneiten Aldi-Parkplatz und ich würde jedem empfehlen, es auszuprobieren, wie es ist, wenn das Auto hinten ausbricht. Sollte man sich dann in einer Gefahrensituation befinden und es passiert ähnliches, ist man immerhin vorbereitet und es ist keine „neue“ Situation mehr.)

5. Weihnachtsmärkte sind mittlerweile irgendwie nichts mehr für mich. Auch wenn ich es schön finde, wenn in Heidelberg jedes Jahr Ende November überall die Weihnachtsmärkte aufgebaut werden und mir nach jedem Seminar der Duft von Bratwürsten, Glühwein und Süßkram entgegenweht. Aber Weihnachtsmärkte haben für mich den Zauber verloren. Vielleicht, weil viele auch sehr schnell zu „Ramsch-Märkten“ werden, auf welchen nur noch irgendwelcher Krimskrams aus Filz verkauft wird, den eigentlich kein Mensch braucht. Aber vielleicht ist das auch nur der Eindruck aus diesem Jahr, der meine Meinung da etwas verklärt hat.

6. Ich vermeide es, Last Christmas vor dem dritten Advent zu hören. Dank SWR3 ist mir das dieses Jahr aber bereits am 05.12 passiert – verflucht!

7. Eigentlich brauche ich den Winter erst ab dem 15. Dezember. Aber dann bitte richtig – mit trockener Kälte, einigen Stunden Sonnenschein und überall Bergen von Schnee. Ende Januar kann dann auch ruhig wieder Schluss damit sein. Seit ich einige Jahre im Schwarzwald gelebt hatte und dort ununterbrochen von Ende Oktober bis Anfang März Winter war und Schnee lag, schätze ich es sehr, dass der Winter doch eher sparsam mit Schnee und den typischen Winterbedingungen umgeht. Denn ganz ehrlich – wenn es zu lange kalt, trüb, grau und nass ist, werde ich depressiv.

8. Winterzeit ist Schalzeit! Davon kann man übrigens nie genug haben. Schließlich gibt es immer noch irgendein Outfit im Schrank, zu welchem man nicht den idealen Schal hat..

9. So sehr ich Schnee auch mag, ich kann weder Skifahren noch bin ich ein großer Fan von Schlitten. Aber Eislaufen, das geht! Irgendwann werde ich mir auch sicherlich eigene Schlittschuhe zulegen. Vielleicht wenn ich Kinder habe und ihnen diese Freude auch beibringen möchte.

10. Jedes Jahr frage ich mich, wo ich eigentlich meine Handschuhe vom letzten Jahr hin habe. Wirklich, es vergeht kein Winter, in welchem ich mir nicht irgendwo ein Paar Handschuhe für wenig Geld kaufe, weil das Paar aus dem letzten Jahr irgendwie Füße bekommen hat und verschwunden ist.  ¯\_(ツ)_/¯

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