Goodbye 2016. Hello 2017!

 

Goodbye 2016. Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht, wie ich dieses Jahr verabschiede – ob ich mich einzelnen Themen widme, und darauf zurückblicke, was mir das Jahr diesbezüglich gebracht hat. Ob ich generell Dinge anspreche, die hier noch nicht zur Sprache kamen, für mich aber im Jahr 2016 wichtig waren. Ob ich überhaupt einen Rückblick mache. Ich war irgendwann ein bisschen ratlos, was das Thema des letzten Blogposts in diesem Jahr anging, also habe ich angefangen, mich durch meine Beiträge zu klicken. Sie zeigen mein Jahr in groben Zügen – nicht so detailiert wie Twitter, nicht so leer wie Facebook, nicht so farbenfroh wie Instagram. Es war wie eine Reise durch dieses Jahr. Eine Reise, die mir vor Augen führt, welch wichtige Fortschritte ich gemacht habe. Die dafür sorgte, dass Dinge wieder präsent wurden, die ich schon längst vergessen hatte.

Ich habe mich dazu entschieden, euch auf diese Reise mitzunehmen und habe die Zitate aus all meinen Posts aus dem Jahr 2016 ausgewählt, die für mich am wichtigsten waren. Viel Spaß beim Rückblick und einen wunderbaren Rutsch sowie einen guten Start ins Jahr 2017!

Eure Jess


„Die Silvesternacht ist für mich immer irgendwie etwas ganz Besonderes. Auch wenn es nur ein ganz gewöhnlicher Tag ist, habe ich jedes Mal am 31. Dezember das Gefühl, dass sich ein Kapitel in meinem Leben schließt, dass ich viele Schritte weitergekommen bin.“

„Auf einmal ist da dieses Loch. Dieses unbeschreibliche Loch, welches dich in die Tiefe zieht. Du weißt nichts mit dir anzufangen, obwohl du so viel zu tun hättest, obwohl so viel an deinem Gewissen nagt. Aber das Loch hindert dich daran. Es fehlt etwas. Struktur. Menschen. Arbeit. Aber auch unendlicher Druck.“

„Ich lebe noch. Und ich habe überlebt. Ein Semester mit insgesamt 65 Leistungspunkten, mit 26 Stunden Uni pro Woche, mit acht Referaten, mit begleitenden Onlineaufgaben und Protokollen. Mit zwei mündlichen Prüfungen und einer Klausur, die mir im siebten Semester noch das Genick hätte brechen können.“

„Semesterferien. Schön und schrecklich zugleich. Und wenn ich meinen Plan durchziehe, tatsächlich im Oktober mein Staatsexamen mache, dann sind das jetzt schon meine letzten Semesterferien.“

„Gestatten, Perfektion zum Quadrat, mein Nachhilfeunternehmen, der Beginn meiner Selbstständigkeit.“

„Das klingt so erwachsen, das fühlt sich so wichtig an und irgendwie war es das auch.“

 

„Ich bin ein Mensch, der ungern Arbeit abgibt, nicht, weil ich den Profit sehe, wenn ich Schüler selbst unterrichte, sondern weil ich diese Arbeit gerne selbst erledige. Aber ich muss lernen, genau das zu machen,  Arbeit abzugeben.“

„Mir geht es gut. Ich bin zufrieden mit meinem Leben. Auf dem Weg zum Ziel und doch irgendwie schon angekommen. Ich weiß, wer ich bin, wo ich hingehöre, was meine Stärken sind, wie viel ich wert bin.“

„Warum? Hast du etwas falsch gemacht? Hast du zu viel verlangt? Du wolltest doch ein guter Freund sein, wieso bist du jetzt nicht gut genug?“

„Dennoch sind diese Wunden und die damit verbundenen Narben ein Teil von mir, den ich nicht auslöschen kann – und auch möchte. All das hat passieren müssen, damit ich zu der Person werde, die ich heute bin. Ich sehe mir diese Narben an und danke ihr für die Lektionen, die ich durch sie lernen konnte.“

„Heute weiß ich, dass es diesen Teil gibt und er irgendwann ausgefüllt wird. Mit viel Liebe, Wärme, Strahlen. „

„Scheiße. Ich war so undiszipliniert!

Undiszipliniert. Und glücklich.“

„Ich kann mich noch gut an eine meiner ersten Vorlesungen als Student im ersten Semester erinnern. Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft, Erklärung des Wortes „Philologie“. Die Liebe zum Wort.

Völlig fasziniert habe ich den überfüllten Hörsaal am Ende der Vorlesung verlassen und den ganzen Tag darüber nachgedacht. Alles, was ich gerne in meiner Freizeit mache – dieser Blog hier, das Verschlingen unzähliger Bücher, das Lesen unzähliger Blogposts anderer – geschieht aus diesem einen Grund: Aus der Liebe zum Wort. „

„Worte sind mächtige Waffen. Sie waren es schon immer und werden es immer bleiben. Früh merkte ich, dass man Menschen mit ihnen in kürzester Zeit um den Finger wickeln kann, wenn man weiß, wie man mit ihnen umgehen muss. Und gleichzeitig können sie so vernichtend sein. Wenn man Worte geschickt einsetzt, kann man alles erreichen. Man muss nur wissen, wie.“

„Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, als ich sie beim Arzt zurücklassen musste mit dem Wissen, dass diese eine Nacht entscheidend ist, und wie befreiend das Gefühl war, als es am nächsten Morgen hieß, dass sie lebt und etwas fitter ist.“

„In dieser Zeit merke ich auch immer wieder, worauf es im Leben wirklich ankommt:

Die Menschen, die man liebt.“

„Nichts ist berechenbar.“

„Den ersten Post dieser Reihe widme ich einem Klischee, mit welchem wohl viele Dienstleister zu kämpfen haben, die nach Terminvereinbarung arbeiten: Die Tatsache, dass ein Großteil unserer Kunden denkt, man würde den ganzen Tag Däumchen drehend auf ihren Termin warten und hätte auch sonst absolut nichts zu tun. „

 

„Jess, ich kann dich endlich verstehen. Ich weiß nun, warum du damals immer so genervt warst, als wir unbedingt mit dir und deiner besten Freundin spielen wollten. Das kann schon ganz schön nerven!“

 

„Egal wie viele Kilometer uns trennen, wir sind füreinander da. Wir teilen unser Leben, lachen gemeinsam, freuen uns gemeinsam, leiden gemeinsam. Und diese besondere Verbindung, die zwischen uns herrscht, ist das größte Geschenk. Denn auch diese ist nicht selbstverständlich, ich weiß, dass es zwischen Geschwistern auch ganz anders laufen kann, dass man nicht miteinander kämpft, sondern gegeneinander, und ich bin so unendlich dankbar dafür, dass es meine Geschwister gibt und dass sie genauso sind, wie sie sind.“

„Und heute? Ich will nicht leugnen, dass ich gerne bei meiner Familie bin. Aber gleichzeitig muss ich zugeben, dass ich immer wieder froh bin, nach Hause zu kommen. In mein Zuhause. Die Wohnung, in der nicht nur in vier Wänden mein Geist steckt, sondern in jedem Raum.“

„Es ist wie früher. Es ändert sich nichts. Alles ist beim Alten. Man hat nichts verpasst.“

 

„Ich bin nicht mehr die naive Jess. Ich bin nicht mehr die, die ich vor fünf Jahren war. Ich bin nicht mehr die, die ich letzten Sommer war. Ich habe so viele Fortschritte gemacht. Für mich. Ich sehe sie, diejenigen, die sich für mich interessieren, sehen sie.
Und wenn du sie nicht sehen möchtest, dann ist das dein Problem. Denn im Gegensatz zu dir bin ICH nicht blind für diese Veränderungen.“

„Ich habe gelernt, dass ich kämpfen muss. Für mich. Für sie. Gegen dich, weil du nicht für uns kämpfen wolltest. Und diese Erfahrung war schmerzhaft. Sie hat mich ein Stück meiner selbst gekostet. Und dir war es egal. Alle waren beeindruckt, wie wunderbar ich diesen Kampf meisterte. Ich lächelte stolz, während ich nachts vor Verzweiflung in Tränen ausbrach, weil mich dieser Kampf meine letzten Kräfte kostete, mir so viele Wunden zufügte und mir gleichzeitig sämtliche Zeit nahm, mich um diese Wunden zu kümmern, dafür zu sorgen, dass sie sich schließen, weil Tag für Tag eine neue Wunde hinzukam. Meine Wut verwandelte sich in Hass. Mein Kampf wurde immer ironischer, sarkastischer, zynischer. Ich lernte, ihn nicht nur zu überleben, sondern zu gewinnen.“

 

„Aber dieser Urlaub – mein allererster wirklicher Urlaub als Erwachsene – ist genau das, was ich brauche: Ein Urlaub, in dem auf einmal alles still wird.“

„Ich möchte nicht sagen, dass ich keinerlei Prioritäten hätte – aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich im Alltag die EINE Priorität hätte. Ehrlich gesagt denke ich eher, dass sich so viele Dinge um den ersten Platz auf dieser verdammten Liste streiten und ich nur hilflos zuschauen kann.“

„Selbst. Und ständig. Aber ist das auch gut so?“

 

„Denn ich muss ehrlich sein: Mittlerweile vermisse ich es nicht. Mittlerweile vermisse ich dich nicht.“

 

„Und jetzt – jetzt geht es mir wieder besser. Ich liege nicht mehr am Boden. Ich stehe. Und ich bin bereit, zu kämpfen. Mit mehr Einsatz. Mit mehr Motivation denn je.“

„Nach drei Jahren in diesem Job ist mir eins klarer denn je: Ich mache ihn gerne. Ich helfe immer noch wahnsinnig gerne anderen bei Problemen und noch lieber gebe ich mein Wissen weiter. Am liebsten mag ich es, diesen berühmten Moment der Erleuchtung bei meinen Schülern zu sehen, wenn ich ihnen – teilweise nur mit klitzekleinen Hilfestellungen oder Hinweisen – den Weg dazu ebne, selbst auf die Lösung des Problems zu kommen. Auch wenn es mir manchmal schwer fällt, mich zu motivieren, das Haus zu verlassen und einen Tag mit fünf Stunden Nachhilfe am Stück hinter mich zu bringen, mich das teilweise ziemlich schlaucht und ich ab und an auch über die Leute schimpfe, die vergessen, dass ich auch irgendwann einmal Feierabend oder Wochenende haben möchte, liebe ich meinen Job trotzdem. „

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