Monatsrückblick #8: Februar 2017

Im Februar war es hier recht still. Wieso, weshalb, warum.. vielleicht beantwortet euch dieser Monatsrückblick das ja ein bisschen!

Gesundheit

Dieser Winter ist ein Arschloch. Wirklich. Nicht nur, dass er gefühlt seit unendlich langer Zeit anhält, ich die Sonne vermisse und endlich wieder „warm“ werden möchte, werde ich diese scheiß Erkältung einfach nicht mehr los. Kaum befinde ich mich auf dem Weg der Besserung, kämpfe ich wieder mit laufender Nase und elendem Husten. Ich weiß nicht, ob da ständig eine Erkältung neu ausbricht, die ich mir schon vor Wochen eingefangen habe oder ich mich ständig bei irgendeinem anderen Schüler anstecke. Es nervt. Es ist anstregend. Und ich kann es momentan einfach nicht gebrauchen, weil ich gerne wieder richtig fit wäre.

Arbeit

Durch das Angeschlagene machte arbeiten im Februar auch richtig Spaß. Aber nicht nur. Ich steckte extrem in einem Motivationsloch und jede Kleinigkeit, die ich sonst mit einem gepflegten „Ich bin ein Stuhl, ich halte jedes Arschloch aus“ abtun konnte, regte mich auf. Dazu kam noch, dass ich in diesem Monat zweimal vor verschlossener Türe stand. Und auch noch, dass einige es wieder für sooooo selbstverständlich halten, dass ich nur Däumchen drehend zu Hause sitze und nur auf IHREN Termin warte. Es ist die alte Leier, ja. Aber diese alte Leier hat mich extrem gestresst. Und auch die Tatsache, dass es im Februar von den Arbeiten her eigentlich recht ruhig war, ich aber irgendwie doch recht viel unterrichten durfte. Ich war diesen Monat einfach verdammt urlaubsreif und eigentlich waren in der letzten Februarwoche auch Ferien. Ratet mal, wie viele Tage ich davon frei hatte? Keinen einzigen.

Lustig war aber immerhin der schockierte Blick einer Mutter, als ich um 15.00 Uhr bei ihr zum Termin mit ihrer Tochter auftauchte, sie mich fragte, ob es denn in den Ferien entspannter sei und ich zur Ruhe kommen könnte und ich ihr nur entgegnete, dass ich bereits seit 9.00 Uhr ununterbrochen Nachhilfe gebe.

Selbst und ständig halt, ne?

Auto

Ich fahre meine grüne Gurke ja jetzt schon seit geschlagenen fünf Jahren (Gott, ich bin alt geworden..) und jetzt war das erste Mal, dass mich das Mistding (ja, es hat die Bezeichnung aktuell wirklich verdient!) im Stich gelassen hat. Nach einer extrem nervenaufreibenden Woche, in der ich mich generell am Rande des Nervenzusammenbruchs bewegte und ich froh war, am Freitagabend nach der letzten Nachhilfestunde um 18.30 Uhr endlich ins Auto sitzen und ins Wochenende fahren zu können, ging es einfach nicht mehr an! Das muss man sich mal vorstellen. Ich fahre zu meinem Schüler, in seiner Straße springt mein Tanklämpchen an, ich wollte nach der Nachhilfe tanken und dann das. Weil mein Auto ja bereits einige Jahre auf dem Buckel hat bin ich also zur nächsten Tankstelle gelaufen, habe mir einen Benzinkanister geschnappt, getankt und bin hoffnungsvoll zurück zum Auto, in der festen Annahme, dass vielleicht einfach nur die Tankanzeige defekt und mein Tank so leer ist, dass der Bock nicht mehr anspringt.

Aber nein. Wäre zu einfach gewesen. Der Nervenzusammenbruch war dann völlig da und ich weiß gar nicht, wann es das letzte Mal so befreiend war, einfach im Auto zu sitzen, zu heulen und die Welt scheiße zu finden. Zumindest für 10 Minuten. Denn dann ging es an die Fehlersuche.

Benzinpumpe kaputt. Neue bestellt. Neue trotz richtiger Teilenummer falsch. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine Woche lang kein Auto – und es musste natürlich genau dann kaputt gehen, wenn ich es wirklich gebraucht hätte, wieso denn auch in den zwei Wochen davor, in denen ich ohne Probleme ein anderes Auto zur Verfügung hatte. Also eine zweite Woche voller „Wie komme ich am besten zur Arbeit und wie organisieren wir das alle möglichst gut?“. Die richtige Benzinpumpe kam dann an. Abends bei Dunkelheit eingebaut. Das Auto lief, alles schien dicht, wunderbar! Ich hatte mein Auto wieder lieb.

Bis Freitag. Ja, das gehört nicht mehr zum Februar, aber zu dieser Story. Denn: Ich stand am Freitag an der Tankstelle, tankte fröhlich voll, weil das Wochenende vor der Tür stand, ich nur noch eine Stunde Nachhilfe hatte, ich an einem Freitag wohl um 17.00 Uhr spätestens Feierabend haben würde, als mich eine nette Dame darauf ansprach, dass mein Auto ausläuft. Wunderbar. Auto auf die Seite gefahren, die BMW-Mitarbeiter des Vertrauens zu Rate gezogen, die auch die Benzinpumpe verbaut hatten, Fehler gesucht, Fehler gefunden: Es fehlte ein Dichtring. Ein Dichtring, der beim Ausbau der alten Benzinpumpe NICHT vorhanden war.

Da potenzielle Entzündungsgefahr bestand, durfte der ADAC-Mensch anrücken und mich EINEN LANGEN KILOMETER(!) zur Werkstatt schleppen, wo ich das Auto für zwei Stunden abstellte. Dichtring war auf Lager, ich bekam für zwei Stunden einen Ersatzwagen, mit dem ich zur Arbeit und anschließend wieder zurück zur Werkstatt fuhr, wo wir den Dichtring (natürlich auch wieder im Dunkeln, wie soll es auch anders sein) verbauten. Das Auto läuft nun und es verliert auch keinen Sprit mehr.

Aber gut. Wenn es solche Aktionen nur alle fünf Jahre bringt, will ich nicht weiter meckern.

Persönliches

Ich war im Februar recht still hier. Das hatte viele Gründe. Die typischen sind Prüfungsphasen oder viel Arbeit, aber das war dieses Mal nicht der Fall. Anfang Februar erhielt ich unerwartet die Nachricht, dass eine geliebte, mir sehr nahestehende Person, die zwar schon etwas älter, bis vor kurz aber für ihr Alter noch recht fit war, Krebs hat. Unheilbar. Alles, was man machen kann, hilft nur, den Schmerz zu lindern. Ich habe vor diesem Beitrag zweimal versucht, meine Gedanken dazu irgendwie in Worte zu fassen, aber es ging nicht. Am liebsten würde ich das für mich greifbar machen, würde darüber nachdenken, es tippen oder zumindest zu Papier bringen, aber die Schreibblockade grüßt. Ich bin da schweigsam, genauso wie ich es lange Zeit war, bis ich die Situation mit meinem Großvater aufschreiben konnte. Gleichzeitig fällt es mir aber auch schwer, andere Dinge in Worte zu fassen, denn neben all dem alltäglichen Trubel ist da eben diese Nachricht, dieses Wissen. Deshalb: Verzeiht mir mein Schweigen. Ich habe es gebraucht.

Bis die Tage,

Jess

2 thoughts on “Monatsrückblick #8: Februar 2017

  1. Manchmal hat man kein Glück und dann kommt noch Pech dazu.

    Der Frühling steht vor der Tür und die Grippe wird schon bald durch den Heuschnupfen abgelöst ?

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