Monatsrückblick #11: Juli 2017

Happy Birthday!

An meinen kleinen Bruder, der mittlerweile nicht mehr so klein ist. Wir feierten Anfang Juli tatsächlich schon seinen 18. Geburtstag und es ist immer noch ein kleines Stück weit verwirrend, wenn er auf dem Fahrer- und ich auf dem Beifahrersitz eines Autos Platz nehme. Ich hätte ihn am liebsten in der ersten Woche mit Glück überschüttet, so stolz war ich auf ihn. Nicht nur, weil er endlich 18 geworden ist, sondern weil er auch sein Abitur endlich hinter sich gebracht hat und mir damit wohl einige graue Haare erspart bleiben werden. Da mir an seinem Ehrentag nichts zu teuer war, haben wir spontan Helium besorgt und ich habe an diesem Tag meine Liebe zu Heliumballons entdeckt. Fazit: Zur Hochzeit gibt es gleich zwei Flaschen davon – eine für die Ballons, eine für den Spaß.

 

Hochzeitsplanung

Die Hochzeit ist noch lange Zeit entfernt, ich bin dennoch schon fleißig am Planen. Wieso? Weil ich ein kleiner Perfektionist bin, weil ich diesen großen Tag ganz nach meinen Wünschen gestalten und vor allem weil ich meine Zeit nutzen möchte. Im Juli hatte ich etwas mehr Freizeit, als ich es gewohnt bin, weshalb ich mich auf diversen Locationwebseiten und Pinterest rumtrieb. Bis jetzt habe ich schon sehr viele Informationen eingeholt und entdecke Tag für Tag weitere Kleinigkeiten, die wir wunderbar finden und die aus unserem Tag einen besonderen Tag machen werden. Fest ist allerdings bis jetzt „nur“ der Pfarrer und damit auch das Datum für die kirchliche Hochzeit. Weil es aber keine klassische Frühjahr/Sommer-Hochzeit wird (so viel sei an dieser Stelle nun schon verraten), haben wir eigentlich eine große Auswahl an Locations und Möglichkeiten. Was ich während dieser ganzen Zeit so wundervoll finde, ist der tolle Austausch mit anderen Bräuten über Instagram und Twitter. Ich finde es schön, dass ich in beiden Communities Ecken entdeckt habe, an denen sich ganz normale Leute mit ähnlichen Sorgen wie ich rumtreiben.

 

Suchtbefriedigung

Erster Juli, 0.01 Uhr – Grey’s Anatomy ist nicht mehr bei Amazon Prime verfügbar. Verdammter Mist, ich sag’s euch! Eine Beschwerde hat auch nichts gebracht und ich wollte Anfang des Monats einfach kein Geld für die DVD ausgeben (mittlerweile liegt diese aber schon in meinem Regal..), sodass ich meine Sucht irgendwie anders befriedigen musste. Da ich hoffte, dass die Serie vielleicht auf Netflix verfügbar ist, meldete ich mich spontan dort an. Kein Grey’s Anatomy, dafür aber How to get away with murder. Diese Serie liebte ich ja bereits, als sie das erste Mal im TV lief und ich ärgerte mich extrem darüber, dass die zweite Staffel so spät ausgestrahlt wurde, sodass ich den Anschluss verlor. Umso besser war es natürlich, dass ich sie nun auf Netflix schauen konnte. Dadurch habe ich auch meine Liebe zur Originalfassung wiedergefunden und ich bin dankbar dafür, dass es mir meine Sprachkenntnisse ermöglichen, Serien auf Englisch anzuschauen. Auf How to get away with murder folgte Thriteen Reasons Why – eine Serie, die man meiner Meinung nach nur schwer beurteilen kann. Wer weiß, vielleicht schaffe ich es die Tage, meine Gedanken dazu zu sortieren und in einer Rezension hier wiederzugeben. Ich wurde auf Twitter darum gebeten, aber 140 Zeichen sind bei dieser Serie für eine (Nicht-)Empfehlung einfach zu wenig. Aktuell bin ich wieder etwas unschlüssig, was ich schauen soll – so viele Serien, soooo wenig Zeit!

Bei der neuen Staffel Game of Thrones bin ich natürlich dabei. Eine Folge pro Woche reicht aber definitiv nicht aus!

 

Studium

Neben der freien Zeit, die ich für die Hochzeitsplanung und meine Seriensucht nutzte, musste ich nämlich auch die letzten Wochen des Semesters dazu nutzen, meine Prüfer für das Staatsexamen abzuklappern. Und es ist kaum zu glauben, aber ich habe tatsächlich sechs von sechs Prüfern, bei allen sogar meine Wunschthemen und das macht mich sehr, sehr glücklich! Vor allem, weil es mir Motivation gab, mich in meiner freien Zeit nun auch wieder mit dem Unikram zu beschäftigen, denn es steht ja noch die ein oder andere Hausarbeit aus. Ich habe zwar kein Problem damit, die Hausarbeit an sich zu schreiben, aber das Sammeln der Materialien, die zu meinem Thema passen, finde ich immer dezent nervig. Aber was macht man nicht alles für seinen Abschluss..

 

Ich bin mehr als ein Student, verdammt!

Apropos Abschluss. Ich bin so dankbar dafür, wenn ich diesen endlich in der Tasche habe, weil mir dann keiner mehr mit dummen Fragen wie „Wie sieht es denn jetzt mit deinem Studium aus? Wann bist du endlich fertig?“ auf die Eierstöcke geht. Und ja, ich drücke mich bewusst so vulgär aus, weil es mich extrem nervt. Das muss man sich mal vorstellen: Da sieht man nach Jahren die Verwandtschaft wieder, und die erste Frage, die mir an den Kopf geschmissen wird, ist tatsächlich „Wie ist das denn jetzt mit deinem Studium? Wann bist du fertig?“. Kein „Hallo, wie geht es dir?“, kein „Glückwunsch zur Verlobung“, kein „Wie läuft es denn mit der Arbeit“, nur diese eine, verdammt beschissene Frage. Ich bin mehr als ein Student! Mein Leben besteht aus so viel mehr und mich macht so viel mehr aus als mein blöder Abschluss! Was soll das denn? Ich reduziere auch niemanden auf seinen Abschluss oder seinen Beruf, wenn ich mich ernsthaft um das Wohlbefinden der Person erkundigen möchte!

Ich habe nach dieser Aktion in der Tat überlegt, ob ich künftig nicht sage, dass ich mein Studium geschmissen habe, weil ich mit meinem Unternehmen erfolgreich bin. Vielleicht lenke ich die Aufmerksamkeit der Leute dann endlich mal auf etwas anderes. Und ja, ich bin wirklich so angepisst von der Situation, dass ich das ernst meine.

Bitter ist an dieser Stelle, dass meine Nachhilfeschüler teilweise mehr Anteil an meinem Leben nehmen, als es meine Verwandtschaft macht. But well, who cares.

 

Stolze Katzenmama

.. und gleichzeitig schaffte sie es heute, meine Vorlage für die „save the date“-Karten zu verändern, indem sie sich NEBEN die Tastatur setzte. Die Katzenerziehung gebe ich definitiv auf. Dennoch sind meine beiden Hexen besser als so mancher Mensch, denn sie geben mir so unendlich viel Liebe.

 

Spruch des Monats

Den Spruch des Monats hat mein Herzallerliebster gebracht. Ich lasse ihn dennoch nicht mehr gehen.

 

Erkenntnis des Monats

Manchmal muss ich mich einfach daran erinnern, weshalb ich diese Mauern einst baute – und weshalb ich sie nicht einreißen sollte.

Bis die Tage!

Jess